Gemeinsam mehr Wäsche schaffen: GFA und SAW starten Pilotprojekt

Die SAW wächst, ihre Wäscherei jedoch nicht. Damit die Wäsche der SAW-Mieter*innen trotzdem sauber bleibt, testen SAW und GFA eine alternative Lösung – im Rahmen eines sechsmonatigen Pilotprojekts an zwei Standorten.

Die SAW betreibt eine zentrale Wäscherei für die Mieter*innen ihrer Siedlungen. Aufgrund des starken Wachstums der SAW stösst diese bald an ihre Kapazitätsgrenzen. GFA und SAW haben deshalb beschlossen, eine Zusammenarbeit im Bereich Wäsche zu erproben. Mitte Juni ist das gemeinsame Pilotprojekt gestartet. Dieses konzentriert sich zunächst auf die Standorte Wolfswinkel/Unteraffoltern und Laubegg/Friesenberg. Sollte sich das Modell bewähren, prüfen die Partnerinnen eine Ausweitung auf weitere Standorte, an denen SAW-Siedlungen und GFA-Einrichtungen in unmittelbarer Nähe liegen. Die Pilotphase ist auf sechs Monate angelegt, eine erste Zwischenevaluation erfolgt nach drei Monaten.

Die Leistungen

Die Hotellerie der GFA übernimmt im Rahmen des Pilotprojekts folgende Leistungen:

  • Patchen neuer und namenloser Wäsche-Stücke
  • Waschen und Aufbereiten der Kleidung (inkl. Feinwäsche, maschineller Handwäsche, Flachwäsche, Bettinhalte sowie Bügeln nach den Angaben auf dem Wäscheformular der SAW-Mieter*innen)
  • Fleckenbehandlung

Der Preis für diese Leistungen beträgt 16 Franken pro Kilo. Nicht inbegriffen sind Näh- und Flickarbeiten, die Erfassung der Kleidungsstücke im Textil-Identifikations-System der SAW sowie chemische Reinigungen.

Die SAW stellt ihr Patch-System zur Identifikation der einzelnen Wäschestücke zur Verfügung und übernimmt weiterhin den Druck der dazugehörenden Patch-Etiketten. Zudem stellt sie den Transport der Sauber- und Schmutzwäsche sowie die Information ihrer Mieter*innen an den beiden Pilot-Standorten sicher.

Die Abwicklung

Einmal pro Woche bringt der Hauswart der SAW die Schmutzwäsche an einem festgelegten Tag zum jeweiligen GFA und nimmt die saubere Wäsche wieder mit. Deren Verteilung an die Mieter*innen erfolgt wie gewohnt im 14-tägigen Rhythmus durch die SAW. Bis dahin wird die Wäsche in den Räumlichkeiten der SAW zwischengelagert.

Für den Pilotbetrieb stellt die GFA zusätzlich einen weiteren Wäschetransportwagen sowie Wäschesäcke für die SAW-Mieter*innen zur Verfügung.

Herausforderungen gemeinsam meisten

Das Pilotprojekt steht exemplarisch für einen lösungsorientierten Umgang mit wachsenden Herausforderungen im Alltag von GFA und SAW. Die Erfahrungen der kommenden Monate werden zeigen, ob das Modell Potenzial für eine langfristige Zusammenarbeit im Bereich Wäsche bietet.